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1966 Hans-Peter Schwarz

1966

Hans-Peter Schwarz

Published January 29th 1997
ISBN : 9783486561555
Hardcover
1835 pages
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 About the Book 

Als Bundeskanzler Erhard am 27. September 1966 die Ruckreise aus den USA antrat, ahnte er nicht, dass seine Regierungskoalition nur noch wenige Wochen Bestand haben wurde. Der in der Offentlichkeit seit Monaten vorherrschende Eindruck mangelhafterMoreAls Bundeskanzler Erhard am 27. September 1966 die Ruckreise aus den USA antrat, ahnte er nicht, dass seine Regierungskoalition nur noch wenige Wochen Bestand haben wurde. Der in der Offentlichkeit seit Monaten vorherrschende Eindruck mangelhafter und zu nachgiebiger Verhandlungsfuhrung uber den Ausgleich der Devisenkosten fur die amerikanischen Truppen in der Bundesrepublik schien sich durch die Gesprache mit Prasident Johnson zu bestatigen. Das Scheitern des Washingtoner Gipfels beschleunigte dann in dem aufgrund massiver Haushaltsschwierigkeiten gereizten innenpolitischen Klima den Sturz des Bundeskanzlers am 30. November 1966 und bildete den spektakularen Hohepunkt eines an aussenpolitischen Problemen uberreichen Jahres. Zu Jahresbeginn gelang es zwar noch, im Verhaltnis zu Frankreich die seit dem Sommer 1966 schwelende Krise in der EWG beizulegen- aber bereits die Ankundigung Staatsprasident de Gaulles am 21. Februar 1966, die franzosischen Streitkrafte aus der militarischen Integration der NATO herauszunehmen, bot neuen Zundstoff. Zudem belastete die Diskussion um die Starke der in Europa stationierten Truppen, die durch die wachsenden Zahlungsbilanzdefizite der USA und Grossbritanniens sowie durch das amerikanische Engagement im Vietnam-Krieg ausgelost wurde, das Verhaltnis der Bundesrepublik zu den westlichen Verbundeten. Erst unter der Regierung Kiesinger/Brandt zeichnete sich in den Verhandlungen uber Truppenstationierung, Devisenausgleich und Verteidigungsplan eine Regelung ab, . die in auffallendem Gegensatz zur Scharfe und Unnachgiebigkeit der kurz zuvor gefuhrten Auseinandersetzung stand. Nicht zuletzt die in den beiden Banden dokumentierten Anfange einer neuen Ostpolitik tragen dazu bei, dass das im Schatten der Grossen Koalition und des Ubergangs zur sozial-liberalen Ara stehende letzte Regierungsjahr Erhards deutlichere Konturen gewinnt.